
Räumung und
Verwertung

Regulatorik und
Verwertung
Individuelle Räumung
flexible Verwertung

Nach 8–12 Jahren Betriebszeit steht die Räumung des ersten Schilfbeets an. Unsere erfahrenen Experten begleiten diesen Prozess seit Jahrzehnten und haben bereits über 250 Beeträumungen erfolgreich umgesetzt – zuverlässig, professionell und mit bewährtem Know-how.
Ob landwirtschaftliche oder thermische Verwertung: Dank unseres umfassenden Netzwerks garantieren wir eine sichere und planbare Verwertung Ihres vererdeten Klärschlamms.
Klärschlammverwertung ab 2032:
Pflichten, Wege und Spielräume.
Die Anforderungen an die Klärschlammverwertung verändern sich. Wer heute eine Entwässerung plant, entscheidet deshalb auch über Kosten, Kapazitäten und Handlungsspielräume der kommenden Jahrzehnte. Klärschilf reduziert die zu verwertende Restmenge, schafft Zeit und hält unterschiedliche Verwertungswege offen.

Das Wichtigste in 30 Sekunden:
- Ab 2029 wird eine Pflicht zum Recycling von Phosphor aus Klärschlämmen eingeführt. Dieses gilt für alle Kläranlagengrößen, sofern der Klärschlamm mehr als 20 g P/kg TS enthält.
- Weiterhin müssen Klärschlämme aus mittleren und großen Kläranlagen thermisch verwertet werden: diese Pflicht gilt für Kläranlagen > 100.000 EW ab 2029, für Kläranlagen > 50.000 EW ab 2032
- Kläranlagen bis 50.000 EW können Klärschlämme dauerhaft bodenbezogen verwerten, wenn die Grenzwerte der AbfKlärV eingehalten werden. Werden die Grenzwerte überschritten, muss der Klärschlamm thermisch verwertet werden.
- Mit dem Klärschilfverfahren ändern sich die rechtlichen Pflichten nicht. Es reduziert aber die zu verwertende Restmenge und ermöglicht lange, planbare Räumungsintervalle.
Die Fristen erhöhen den Handlungsdruck.
Klärschilf erhält den Handlungsspielraum.
Für betroffene Kläranlagen endet zu den maßgeblichen Stichtagen die bodenbezogene Verwertung. Enthält der Klärschlamm mindestens 20 Gramm Phosphor je Kilogramm Trockenmasse, wird die Phosphorrückgewinnung verpflichtend. Die AbfKlärV schreibt die Monoverbrennung nicht als einziges Verfahren vor. In der Praxis führt der Weg jedoch häufig über Monoverbrennung und die spätere Rückgewinnung aus der Asche.
Damit werden verfügbare Kapazitäten, Annahmebedingungen und Preise zu wichtigen Planungsfaktoren. Wer jetzt über seine künftige Entwässerung entscheidet, sollte deshalb nicht nur das Verfahren betrachten, sondern auch die spätere Räumung und Verwertung.

2026
Den späteren Verwertungsweg bereits bei der Wahl der Entwässerung mitplanen. Entscheidend sind nicht nur Investitions- und Betriebskosten, sondern auch Restmenge, Räumungszeitpunkt und verfügbare Verwertungskapazitäten.
2029
Für Anlagen über 100.000 EW endet die bodenbezogene Verwertung. Bei entsprechendem Phosphorgehalt wird die Rückgewinnung verpflichtend.
2032
Für Anlagen über 50.000 EW endet die bodenbezogene Verwertung. Auch für sie wird bei entsprechendem Phosphorgehalt die Rückgewinnung verpflichtend.
2034 - 2038
Bei einem neu in Betrieb genommenen Schilfpark steht die erste Räumung typischerweise erst nach acht bis zwölf Jahren an.
Warum Phosphorrückgewinnung
die Verwertung ändert.
Ab 2029 beziehungsweise 2032 wird bei Klärschlämmen mit mindestens 20 Gramm Phosphor je Kilogramm Trockenmasse die Rückgewinnung verpflichtend. Klärschilf ändert diese Pflicht nicht. Die AbfKlärV schreibt auch die Monoverbrennung nicht als einziges Verfahren vor; in der Praxis wird die Rückgewinnung aus der Asche jedoch zu einem zentralen Weg.
Durch die Massenreduktion steigt die Phosphorkonzentration im verbleibenden Räumgut und später in der Asche. Das kann die Rückgewinnung erleichtern. Zugleich reduziert die geringere Restmenge den Bedarf an Transport-, Verbrennungs- und Zwischenlagerkapazitäten.
Hinweis: weniger Restmenge bedeutet weniger zu verbrennende Masse.



Für jede Anlagengröße
der passende Weg.
Bis 50.000 EW:
Verwertungswege offenhalten
Für kleinere Kläranlagen bleibt die bodenbezogene Verwertung nach aktueller Rechtslage grundsätzlich möglich, sofern sämtliche Anforderungen des Abfall- und Düngerechts eingehalten werden. So können Nährstoffe und insbesondere Phosphor in die Landwirtschaft zurückgeführt werden. Gleichzeitig ist auch die thermische Verwertung von Klärschlammerde praktisch erprobt.
Klärschilf hält beide Wege offen. Betreiber können den Räumungszeitpunkt flexibel wählen, bei Bedarf auch einzelne oder nur teilweise gefüllte Beete räumen und durch eine Nachlagerung zusätzliche Zeit gewinnen.
Bis 50.000 EW:
Die Übergangsphase überbrücken
Nach 2032 führt der Verwertungsweg in der Praxis überwiegend über Monoverbrennung und Phosphorrückgewinnung aus der Asche. Gerade in den ersten Jahren können begrenzte Kapazitäten, Zwischenlagerung der Asche und noch nicht vollständig etablierte Rückgewinnungsverfahren die Kosten erhöhen.
Klärschilf verschafft Betreibern Zeit: Der Schlamm bleibt über viele Jahre in den Schilfbeeten, wird weiter entwässert und biologisch mineralisiert. So kann die erste Räumung nach einer heutigen Neuplanung dann anstehen, wenn sich Verbrennungs- und Rückgewinnungsstrukturen weiterentwickelt haben.
Weniger Restmenge.
Mehr Spielraum.
Klärschilf verbindet Entwässerung mit dem Abbau organischer Trockenmasse. Dadurch fällt gegenüber einer rein mechanischen Entwässerung deutlich weniger zu verwertende Restmenge an. Das wirkt sich unmittelbar auf Transporte, Verwertungskapazitäten und Kosten aus.

Weniger Menge
Verwertungs- und Verbrennungskosten werden in der Regel nach Masse berechnet. Weniger zu verwertende Restmenge bedeutet deshalb weniger Transporte und einen geringeren Bedarf an externen Kapazitäten.

Mehr Zeit
Die Schilfbeete speichern und entwässern den Klärschlamm über viele Jahre. Der spätere Räumungszeitpunkt wird damit zu einer planbaren Größe statt zu einem kurzfristigen Entsorgungsproblem.

Mehr Flexibilität
Je nach Betriebssituation können einzelne oder teilweise gefüllte Beete geräumt werden. Eine Nachlagerfläche kann zusätzliche Zeit schaffen und die Restmenge weiter reduzieren.
Räumung –
sicher und zuverlässig.
Nach acht bis zwölf Jahren Betriebszeit wird ein Beet geräumt und anschließend für den nächsten Entwässerungszyklus vorbereitet. Bagger und Transportfahrzeuge tragen die Klärschlammerde kontrolliert ab; geeignete Schutzmaßnahmen sichern dabei den unteren Beetaufbau.
Eine rhizomreiche Schicht bleibt im Beet zurück. Dadurch treibt das Schilf nach der Wiederinbetriebnahme selbstständig neu aus. Unsere Fachleute begleiten den Ablauf von der Vorbereitung über die Räumung bis zur erneuten Beschickung.


Für die thermische
Verwertung geeignet.
Klärschlammerde kann thermisch verwertet werden,
wenn die technischen Annahmebedingungen des jeweiligen Verbrennungsbetriebs eingehalten werden. Je nach Anlage kann eine Konditionierung erforderlich sein.
Inzwischen liegen Praxiserfahrungen mit der thermischen Verwertung von rund 5.000 Tonnen Klärschlammerde pro Jahr vor – sowohl in der Mitverbrennung als auch in der Monoverbrennung. Hohe Phosphorgehalte im Räumgut und später in der Asche sind für die Rückgewinnung von Vorteil.
Nach der Räumung
zurück in den Betrieb.
Nach der Räumung wird das Beet sorgfältig für die Wiederinbetriebnahme vorbereitet. Wir prüfen die Dichtigkeit, kontrollieren die technischen Komponenten und stimmen die Beschickungspläne wieder auf den regulären Betrieb ab.
So beginnt der nächste Entwässerungszyklus in derselben Infrastruktur – ohne Neubau des Beets.

Räumung und Verwertung
aus einer Hand.
Wir begleiten den gesamten Weg: von der Planung des Räumungszeitpunkts über die fachgerechte Räumung und mögliche Konditionierung bis zur landwirtschaftlichen oder thermischen Verwertung. Dafür greifen wir auf langjährige Erfahrung und ein gewachsenes Netzwerk von Verwertungspartnern zurück.

Ihr Partner –
auch für bestehende Pflanzenbeete.
Sie betreiben Pflanzenbeete, die nicht von uns gebaut wurden? Auch dann unterstützen wir Sie bei der Optimierung des Betriebs sowie bei Planung, Räumung und Verwertung. Gemeinsam prüfen wir den Zustand, die Leistungsfähigkeit und den passenden nächsten Schritt.

Häufig gestellte Fragen
zur Klärschlammverwertung.


Räumung –
sicher und zuverlässig
Nach 8–12 Jahren Betriebszeit wird ein Beet geräumt, um anschließend wieder mit voller Kapazität für die ökologische Entwässerung des Klärschlamms bereit zu stehen. Dabei werden Bagger und Transportfahrzeuge eingesetzt, während der untere Beetaufbau durch geeignete Schutzmaßnahmen gesichert wird. Eine rhizomreiche Schicht bleibt im Beet zurück, sodass das Schilf bei der Wiederinbetriebnahme selbstständig neu austreibt.
Unsere professionelle Begleitung sorgt für einen reibungslosen Ablauf von der Räumung bis zur Wiederinbetriebnahme – effizient, sicher und zuverlässig.


Landwirtschaftliche Verwertung –
Nährstoffe nachhaltig nutzen
Aus vererdetem Klärschlamm unserer Klärschilf-Anlagen entsteht ein wertvoller Dünger, der Nährstoffe gezielt zurück in die Landwirtschaft bringt und so den Phosphorkreislauf schließt. Voraussetzung für die landwirtschaftliche Verwertung ist die Einhaltung der Grenzwerte nach Abfall- und Düngerecht.
So entsteht aus einem vermeintlichen Abfallprodukt ein ökologisch wertvoller Dünger – effizient, ressourcenschonend und im Einklang mit den Kreislaufprinzipien.
Weitere Informationen zur Nutzung als Düngemittel finden Sie bei EKO TERRA.


Zukunftssicher entsorgt –
Monoverbrennung nachhaltig sichergestellt
Ab 2029 ist das Phosphorrecycling für Klärschlamm gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet, dass Klärschlammerden, die nicht in der Landwirtschaft eingesetzt werden können, ausschließlich über Monoverbrennungsanlagen entsorgt werden dürfen – mit anschließendem P-Recycling.
Dank unseres breiten Netzwerks sichern wir Ihnen trotz begrenzter Kapazitäten zuverlässig einen Platz für die Verbrennung und Verwertung Ihres Materials. So stehen wir für ökologische Verantwortung, gesetzliche Sicherheit und eine planbare, zuverlässige Entsorgung Ihres Klärschlamms.


Nach der Räumung zurück in den Betrieb
Nach der erfolgreichen Räumung wird das Beet sorgfältig für die Wiederinbetriebnahme vorbereitet: Es wird auf Dichtigkeit geprüft und die Beschickungspläne wieder auf den regulären Betrieb abgestimmt.
In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Service Ökotechnik und Ihnen stellen wir sicher, dass das Beet zuverlässig für viele weitere Entwässerungszyklen zur Verfügung steht.

Verwertungswege frühzeitig planen.
Welche Vorgaben gelten für Ihre Kläranlage? Wann wäre bei einem neuen Schilfpark mit der ersten Räumung zu rechnen? Und welche Verwertungswege sind an Ihrem Standort sinnvoll? Wir prüfen die Ausgangslage und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen planbaren Weg von der Entwässerung bis zur Verwertung.

Ida Bolse
Planungsingenieurin
Unser Klärschilf-Team
Ihr Weg zur eigenen Klärschilf-Anlage beginnt hier – und wir begleiten Sie von Anfang an. Unser Expertenteam steht Ihnen jederzeit zur Seite, arbeitet eng mit unseren Fachabteilungen zusammen, analysiert gemeinsam mit Ihnen die Gegebenheiten vor Ort und entwickelt passgenaue Lösungen. So wird Ihr Projekt von der Idee bis zum Betrieb optimal umgesetzt. Lernen Sie uns persönlich auf Fachmessen oder Branchenveranstaltungen kennen – oder kontaktieren Sie uns direkt über das Formular. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Unser Klärschilf-Team
Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihre Kläranlage.


